Ich hatte gestern schonmal kurz Storify erwähnt, heute habe ich das mal kurz getestet.
Das Prinzip von Storify ist einfach, man registriert sich und baut dann per Texteingabe und Drag-’n'-Drop Social Media- und Medieninhalte ein.
Die Registrierung
Registrieren kann man sich via Twitter, Facebook oder auch ganz klassich ohne einen Account in einem der beiden Netze. Gefragt werden Nutzername, Mailadresse und Passwort, also nichts Weltbewegendes.
Ich habe mich über Twitter registriert, das bot sich gerade so an – später gehe ich noch auf das Sharing ein.
Funktion
Wenn man seine erste Story erstellt, wird über Tooltips ein kleines Tutorial eingeblendet, welches man wahlweise durchmachen oder überspringen kann. Auch wenn es nicht wirklich notwendig ist – bevor ich zum ersten Mal auf “weiter” gedrückt habe, hatte ich meinen Testartikel schon zusammengeklickt.
An der rechten Seite des Bildschirms findet sich eine Box mit per API eingebundenen Social Networks sowie eingeschränkter Google-Suche.
Wenn man sich dann ein Snippet herausgesucht hat, kann man es einfach per Drag-’n'-Drop einfügen, auch Text lässt sich dann hinzufügen.
Oben kann man einen Titel und eine Beschreibung einfügen, diese finden sich dann in der Artikelübersicht.
Ebenso gibt es am oberen Rand eine kleine Leiste mit grundsätzlichen HTML-Formatierungen, nichts jedoch im Vergleich zu Blogger oder WordPress, da gibt es wirklich nur 6 Buttons.
Mit einem Klick auf “Collapsed View” lassen sich die Inhalte bis auf den Text einklappen.
Inhalte hinzufügen kann man übrigens nicht nur über die Suche in der rechten Box, es gibt auch ein JavaScript-Bookmarklet und eine Erweiterung für
Chrome.
Die Artikel lassen sich, einmal veröffentlicht, per vorgegebenen Embedd-Code in eigene Websites bzw. eigene Artikel einbinden. Das Sharing über Twitter läuft so ab, dass man während der Veröffentlichung gefragt wird, ob man die “Story” auf dem eigenen Twitter-Profil tweeten (hat bei mir nicht funktioniert) und diejenigen, deren Tweets man eingebaut hat, darüber informieren kann. Ich gehe davon aus, dass das bei Facebook genauso funktioniert.
Ich habe mal einen Testartikel zusammengeklickt, mit einem Ergebnis aus der Google News-Suche zu “iPad”, einem Tweet von Gronkh und einem seiner frühen Minecraft-Videos.
Zum Testartikel
Ein schönes Verwendungsbeispiel gibt auch @
@davidbauer: Er hat auf Twitter seine Journalisten-Kollegen gefragt, was sie an Twitter schätzen und das Ergebnis auf Storify
zusammengefasst.
Fazit
Stroify ist im Grunde nichts anderes als ein äußerst simples und gut zu bedienendes “CMS-in-the-cloud”, in dem die APIs der großen Social Networks gut eingebaut wurden. Dennoch stellt es für mich keine Konkurrenz zu Blogger bzw. WordPress.com und schon gar nicht zu lokal installierbaren CMSen dar. Für ein simples Medien-Tagebuch sollte es aber dennoch reichen. Ein interessantes Projekt, das meiner Meinung nach vor allem bei den technisch weniger versierten “Online-Tagebuchlern” haben wird, auch wenn es sicher ebenfalls für Webworker interessant sein dürfte. Wenn man die Suchergebnisse zu “Storify” auf Twitter ansieht, merkt man, dass der Service doch schon recht verbreitet ist.