Oh je ;) Fangen wir gleich mal an mit der These, die der Herr Missfeld in der Beschreibung (wo sich auch bald alle Artikel zum Thema finden werden) aufgestellt hat:
Datenschutz ist irgendwie wichtig, aber irgendwie hat das ja nichts mit dem Blog an sich zu tun (es sei denn man betreibt einen “Datenschutzblog
).
Quatsch. Ich sage nur Anti Spam Bee statt Askimet, 2-Click-Social-Media-Buttons, Piwik statt Analytics, Cookies nur für User, die nichts dagegen tun, etc. pp. Mit dem Blog an sich hat das also schon was zu tun, nur halt mit den Artikeln mitunter nicht. Genug wortverdreht ;) Und dann mache ich gleich weiter mit der Beschreibung, das hat er sehr schön geschrieben, um es so abzuarbeiten.
Von Zeit zu Zeit gibt es neue Datenschutz-Debatten, und am Ende werden die Datenschutz-Beauftragten meist müde belächelt, weil sie so beharrlich sind. Und die Anfangs hoch gehandelt Ursache verliert sich bald im Sande.
Gehandelte Ursache. Aber davon mal ab. Ja, wir belächeln die Datenschutz-Beauftragten. Ich persönlich wünsche zumindest dem Schleswig-Holsteinischen gelegentlich Pest und Cholera an den Hals. Bei der Gelegenheit kann ich dann auch mal mein geliebtes Medienmagazin Zapp kritisieren. Die Herrschaften (Datenschutzbeauftragter und Öffentlich-Rechtliches Medienmagazin) kritisieren also die Nutzung der UDID zur Benutzererkennung (Hier in der Mediathek). Wenn man das kurz, bevor Apps, die das machen, aus dem Store fliegen, kritisiert, kann man’s auch gleich lassen. Abgesehen davon, dass die UDID absolut nichts den Nutzer aussagt. Ich hasse das.
Ebenso beim Tracking. Amazon- und Google-Tracking gibt es schon sehr lange, und jetzt kommt schon eine Richtline, dass Cookies vom Nutzer ausdrücklich akzeptiert werden müssen. Bei den Social Networks ziert der feine Herr Landesdatenschutzbauftragter sich, sodass eine 2-Click-Variante eingesetzt werden muss. Warum zum Teufel? Kann mir das irgendjemand erklären? Ich finde, das grenzt schon an Scheinheiligkeit, und der Herr Weichert übertreibt es beim Datenschutz aus meiner Sicht.
Kann man es auch übertreiben?
Just said it.
Wie wichtig nehmt ihr den Datenschutz?
Klar, mir ist Datenschutz auch wichtig (weshalb ich mir eine zweite Mailadresse für all diesen Müll zugelegt habe), aber Amazon und Google nutze ich trotzdem gerne. Klar, die speichern meine Daten, aber da kann man ja auch Gegenmaßnahmen treffen (Ghostery). Außerdem – okay, Amazon hat passende Angebote für mich, aber da ich da kaum was für mich selbst kaufe (Geschenke, Games und selten mal was anderes, meine Bücher kaufe ich in der Buchhandlung oder beim Verlag), interessieren die mich kaum ;) Und Google nutze ich – wie vermutlich die meisten anderen “Webworker” – deshalb, weil ein solcher Funktionsumfang für lau einfach unfassbar cool ist und ich tatsächlich viele der Services nutze (siehe auch Webmasterfriday von neulich, sogar einige mehr). Dann natürlich der Speicherplatz. Mit Drive komme ich wohl ans Limit, aber für Mails ist das einfach unfassbar viel. Dafür nehme ich gerne etwas Werbung in Kauf.
Womit ich allerdings absolut gar nicht klarkomme, sind AGBs bzw. Kopierschutz wie bei Origin neulich. Meine Festplatte gehört mir un niemand anderem. Das sollen die sich bitte hinter die Ohren schreiben, Steam ist da weniger schlimm.
Welche Maßnahmen habt ihr auf Eurem Blog getroffen, um Euch nicht angreifbar zu machen?
Damn. Hab’ ich schon beantwortet, ohne das zu lesen ;) Steht oben.
Oder hat man als kleiner Fisch Blogger nichts zu befürchten?
Doch, ich denke schon. Nachdem ja nun die ersten Landesämter für Datenschutz Blogs auf “rechtskonformen” Google Analytics-Einsatz überprüfen, und insofern wird es da wohl sehr warscheinlich auch unter den kleineren, privaten Blogs früher oder später “Opfer” geben.
Menno, jetzt haue ich hier fast die Tastatur durch, das Thema Datenschutzbeauftragter regt mich auf. Aber ansonsten habe ich wohl alles geschrieben, was mir spontan eingefallen ist, kommt vielleicht später (dehnbarer Begriff!) nochmal was ‘zu