Ach, herrje. Wieder so ein Thema, mit dem ich bisher hier im Blog nichts zu tun hatte ;) Alle Artikel, wie üblich, hier.
(cc by Sebastian.Dietrich via Wikimedia)
Das ist ein Troll in Norwegen. Hierzulande trifft man Trolle weniger auf Straßen an, sondern vermehrt im Internet. Trolle sind User, die womöglich anfangs konstruktive oder zumindest “harmlose” Kommentare posten. Dabei verhalten sie sich wie Besoffene, die sich nicht in Zaum halten können: Beleidigungen, fehlende Argumentationen, auch das, was man gemeinhin als Spam bezeichnet kann zu ihren Beschäftigungen gehören. Ihre natürlichen Lebensräume sind Blogs und Foren, sie sind Allesfresser, die sich von jedem Thema ernähren können. Soweit zum Typus des Internettrolls.
Die erste Frage in der Beschreibung des heutigen Webmasterfriday ist, ob wir sowas kennen. Ich bekenne mich: Hier im Blog nicht, aber in anderen Blogs und Foren habe ich sowas durchaus schon öfter bemerken können. Die Bekämpfung von Trollen ist soweit ich beobachten konnte alles andere als einfach, denn wenn man deren Kommentare oder Posts einfach nicht freischaltet, kommen die mit dem Todschlagargument Zensur, ebenso, wenn man die betreffenden Passagen einfach streicht. Es wäre insofern vermutlich sinnvoller, den Troll (was ist eigentlich die weibliche Form von Troll?) vor der Freischaltung anzuschreiben und sich um eine Klärung zu bemühen bzw. zu versuchen, ihn zu einer Abänderung seines Kommentars zu überreden.
Was einer meiner Lieblingsblogs, appgefahren, tut, erscheint mir ebenfalls sehr sinnvoll: Hier werden Kommentare nicht freigeschaltet, dafür sind es zu viele. Wenn also ein Troll “zuschnappt”, werden die Kommentare einfach stehen gelassen, sodass die anderen User sich dazu äußern können. Das führt zwar auch manchmal zu weiten Stritigkeiten, allerdings lösen sich die Probleme meist dadurch, dass die User sich gegen den Troll zusammenschließen, sodass dieser “flieht”.
Allerdings sollten meiner Meinung nach, egal, nach welcher dieser Handlungsarten man schließlich entscheidet, Kommentare bzw. Posts mit illegalen Inhalten (Nazi-Vergleiche) und strafrechtlich “verfolgungswürdigen” Beleidigungen unter Verschluss gehalten werden, oder bei fehlendem Freischaltungsprozede zumindest “gesichert” werden, bis der Betroffene über eine Anzeige nachgedacht hat. Danach kann gerne eine Löschung erfolgen.
Bevor ich mich hier um Kopf und Kragen schreibe: Ich bin mal gespannt, wie die anderen das sehen!
Hach, endlich meine erste Rezension ;)
Ich habe das Buch “Der entfesselte Skandal: Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter” vom Herbert von Halem Verlag gestellt bekommen, erstmal vielen Dank dafür!
In dem Buch rekonstruieren die Autoren Bernhard Pörksen (Professor für Medienwissenschaft an der Uni Tübingen) und Hanne Detel (wissenschaftliche Mitarbeiterin an ebenjener Uni)
einige Fälle von “verlorener” Kontrolle im Internet. Da sind schon einige extrem fiese Fälle dabei, alleine deshalb ist das Buch äußerst interessant. So gehen sie beispielsweise auf die Fälle von
Karl-Theodor zu Guttenberg (Guttenplag-Wiki) oder Wikileaks mit den bekannten Helikopter-Videos ein. Die Autoren rekonstruieren und analysieren alle Fälle sehr ausführlich, selbstverständlich
auch die jeweiligen Folgen. Bei dem Buch handelt es sich um ein wissenschaftliches Werk, allerdings ist es, anders als die Doktorarbeiten vieler Politiker, wasserdicht mit Quellen versorgt. Dabei sind
nicht nur Online-Quellen, was wohl dazu führt, dass ich wieder noch mehr Bücher kaufen muss ;)
Zusammenfassen lässt sich das Thema mit der Amazon-Beschreibung:
WikiLeaks blamiert zuerst eine Weltmacht und dann sich selbst. Blogger prangern einige wenige, bis dahin unbeachtet gebliebene Sätze des Bundespräsidenten an und forcieren im Verbund mit klassischen Massenmedien seinen Rücktritt. Politiker stürzen über Plagiate, die sich im Netz detailgenau dokumentieren lassen. In die falschen Kanäle gelangte Fotos und Handyvideos, SMS-Botschaften und Twitter-Meldungen beenden Karrieren und werden zu global zirkulierenden Beweisen eines Vergehens, die sich nicht mehr aus der Welt schaffen lassen.
Das Buch kann man im übrigen nicht nur als wissenschaftliche und damit sachliche Analyse sehen, sondern auch als eine Art der Provokation – wenn auch nur zum Nachdenken über die Veröffentlichung persönlicher
Daten im Netz. Der Schluss, den die Autoren ziehen, ist, dass Skandal keine “Distanzereignisse” mehr sind – sie sind in unser aller Leben bereits angekommen.
Meiner Meinung nach ist das Buch durchaus lesenswert, unter Anderen, weil die rekonstruierten Fälle nicht total abstrus sind, sondern entweder allen bekannt sind (Guttenberg, Wikileaks) oder schon lange
als “Worst Case” für Webnutzer gelten: Man schreibt etwas privates in einem Blog für ein paar Freunde, die geben es weiter, die ganze Welt erfährt es und man ist seinen Job los, und das in Rekordzeit.
Die nachvollzogenen Fälle sind sehr gut recherchiert, was die Autoren sehr glaubwürdig macht. Die beinahe minutiöse Rekonstruktion führt zu einer großen Zahl an Quellen, die, wie es sich für Wissenschaftler
gehört, exakt angegeben sind. Muss man ja heutzutage auch lobend herausstellen ;) Einige der Quellen habe ich mir schon angesehen, und viele habe ich noch vor mir. Das zeigt, dass dieses Buch den
“Wikipedia-Effekt” auch anfeuert: “Oh, das ist ja auch interessant…” und Stunden später findet man sich sonstwo wieder, in diesem Fall halt beim Buch.
Das Buch ist, wenn ich von den (sogenannten) wissenschaftlichen Texten, die wir in der Schule vorgesetzt bekommen, sehr einfach und flüssig zu lesen. Man kann zwar das gesamte Essay in nur 24 Stunden
lesen, ich empfehle aber auf jeden Fall, sich deutlich länger Zeit zu nehmen, da es an einigen Stellen doch sinnvoll ist, mal über den Inhalt nachzudenken. Ich kann mich bei dem Buch übrigens aus irgendwelchen
Gründen entspannen, wieso ist mir unerklärlich.
Der einzige Kritikpunkt, den ich gefunden habe, ist, dass der Begriff “Skandal” meiner Meinung nach an einigen Stellen zu hoch gegriffen ist – das Wikileaks-Video ist ein Skandal, aber schon beim
Fall von zu Guttenberg ist für mich nicht eindeutig, ob das wirklich schon ein Skandal oder noch irgendetwas anderes ist
Fazit
Zusammenfassend kann ich dieses gut recherchierte und lückenlos dokumentierte Essay jedem empfehlen, der sich mal mit diesem Thema beschäftigt hat – und das dürfte eigentlich jeder
Internetnutzer sein. Allerdings kann ich das Buch auch “Neulingen” in der Materie empfehlen: Es ist vermutlich sinnvoller, eine wissenschaftliche Zusammenfassung zu dem Thema zu lesen,
die ja auch Gründe und Folgen dieser “Skandale” darlegt, als zuerst in so eine Falle zu tappen und das Buch hinterher zu lesen. Nur mal so als Anregung ;) Dieses gute Urteil kann auch mein Kritikpunkt
nicht abschwächen, das muss sowieso jeder für sich wissen.
“Organisatorisches”
Das Buch könnt ihr direkt beim Verlag oder bei Amazon bestellen.
Das Buch wurde mir zur Verfügung gestellt über die Plattform Blog dein Buch bereitgestellt, an dieser Stelle nochmals vielen Dank! (Auch für die Geduld mit mir, ich hatte im letzen
Monat viel für die Schule zu tun, ich gelobe Besserung ;)
Bild folgt, sobald der Blog wieder richtig funktioniert!
Ganz kurz, muss gleich zur Oma. Gestern habe ich das noch nicht gesehen, bei Amazon gibt es Civilisation V als Download für 4,97€ (Standart) bzw. 5,97€ (Game of the Year Edition). Auf jeden Fall ein lohnendes Angebot. Letztere enthält wohl auch den Soundtrack und etwas Bonusmaterial, was aus meiner Sicht schon alleine die knapp 6€ rechtfertigt. Das Angebot findet ihr hier
Es ist Webmasterfriday, und ich habe wieder Senf über ;)
Das Thema für heute sind kostenlose Online-Tools, die uns das Leben vereinfachen. Ich nutze nur relativ wenig Online-Tools, viele davon sind von Google, ich zähle die, die mir spontan einfallen, einfach mal auf:
Wie immer hier der Verweis auf die anderen Artikel zum Thema: http://www.webmasterfriday.de/blog/kostenlose-online-tools (landet bei mir immer alles in Read It Later ;)
Spannendes Thema diese Woche ;)
Wie abhängig ist mein Blog von Google und Co? Ich hab mir da bisher ehrlich gesagt keine Gedanken ‘drüber gemacht, aber wo es schon mal Thema ist, habe ich es mir doch mal angesehen. Tatsächlich ist es so, dass nur ein sehr geringer Teil meiner Besucher über Google kommt, sogar über direkte Zugriffe sind diesen Monat sechs mal so viele Besucher gekommen, und über andere Webseiten, wo ich kommentiert habe, sogar noch mehr. Sicher, ich nutze Piwik, um einen groben Überblick darüber zu haben, wo meine Visits herkommen, aber da sehe ich immer seltener hinein, zumal ich momentan ja auch relativ wenig schreibe.
Ob Google für meinen Blog wichtig ist, kann ich nicht so wirklich beurteilen, zumal von meinen Social-Media-Profilen nur sehr wenig Klicks kommen. Nachholbedarf also ;) Allerdings kommen, wenn ich mal eine Phishing-Mail auseinandernehme meist relativ viele Besucher von Google, für etwa eine Woche.
Und die schwierigsten Fragen gibt es natürlich zum Schluss ;) Bin ich zufrieden damit, wie viele Besucher ich habe? Hm, sicher, gegen mehr Besucher (und mehr Kommentare) hätte ich nichts auszusetzen, aber das Ganze läuft ja sowieso nur neben der Schule her. Und solange dieser Blog nicht meinen Lebensunterhalt zahlen muss, können mir meine Besucherzahlen auch relativ schnuppe sein, wie ich finde. Wer herkommen will, der kommt, wer nicht, der lässt es. Ganz einfach, auch wenn ich damit vielleicht in der Blogger-Szene alleine da stehe. Und auf die Frage, wie man Besucher unabhängig von Google gewinnen kann: Durch guten Content und / oder Mehrwert :)
http://www.webmasterfriday.de/blog/wie-wichtig-ist-google-traffic-fuer-euren-blog
Gute Frage – es ist ist ein Krampf. Und genau darum soll es beim heutigen Webmasterfriday gehen, wie man seine Zeitaufteilung organisiert. Die anderen, sehr lesenswerten Artikel findet ihr hier.
Aber um etwas weniger pauschales zu schreiben: Es ist wirklich nicht einfach. Einerseits ist ein Großteil meiner Wochentage schon durch die Schulee organisiert, aber andererseits gibt es halt unendlich viele kleine Dinge, die mangels einer ordentlichen Zeitplanung links liegen bleiben. Was wohl auch der Grund dafür war, dass das Thema (Veröffentlichung sollte gegen 17.00 Uhr gestern sein) heute morgen um eins kam und ich vor der Schule keine zeit mehr hatte ;) Das Problem, was Webmasterfriday-Themenentscheider Missfeld hat, die Wochentage nicht auf Anhieb unterscheiden zu können habe ich weniger, nur in den Ferien komme ich da wirklich öfter mal durcheinander.
Wie regele ich mein zeitmanagement? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mein Zeitmanagement ungefähr so perfekt ist wie ein nicht existentes. Sicher, ich habe eine Unmenge an Kalendern (Stundenplan auf Papier, iCloud, Google Calendar, …) mit wenigen feststehenden Terminen und massig Stellen mit Dingen, die ich “mal” machen möchte (Google Reader, Evernote, Read it Later aka Pocket, Mailpostfächer, Papierschnipsel, …) aber das zeigt gleichzeitig auch, wieso das alles nicht perfekt klappt. Was ich allerdings – trotz meiner Liebe zu Totholz – gar nicht mehr benutze, sind gedruckte Kalender, einfach aus dem Grund, dass ich sowieso nicht reingucke und Termine sowieso auf Handrücken, Schmierzetteln und Blöcken notiert und nicht übertragen werden.
Infolgedessen halte ich mich eigentlich so gut wie gar nicht an meinen Kalender, was ich aber eigentlich ändern will und irgendwann auch muss. Die wirklich wichtigen Termine wie Arztbesuche, Klausuren, Webmasterfriday (wirklich!) und das ein oder andere sonstige habe ich in meinem Google-Kalender, auf allen Geräten synchron und zusätzlich schalte ich auf diese eine Mail-Benachrichtigung auf, die wirklich praktisch ist, weil mein Postfach das einzige ist, wo ich jeden Tag reingucke.
Ihr hört schon raus: ich bin da ein echter Laie ;-)
Ich auch ;)
Systeme speziell für Blogs zur Zeiteinteilung wären interessant, wer sowas kennt, darf mir das gerne schicken, genauso wie Literaturhinweise zu Arbeitsorganisation (ob Totholz oder Bits ist da schnuppe). Ich bin dann mal Mails aufräumen…
Es scheint so, als würde Google jede Woche einen neuen Algorithmus-Update releasen. Letzte Woche verkündete Matt Cutts von Google, dass ein nueer Algorithmus-Update freigegeben werde, der vor allem Webspam zum Ziel hat. Was heißt das nun für uns und wie müssen wir uns ab jetzt verhalten?
“Das Update wird die Positionierung der Webseiten verschlechtern, von denen Google glaubt, dass sie Google’s bestehende Qualitätskriterien verletzen.
Das Algorithmus-Update beinhaltet Verbesserungen im Kampf gegen Webspam und bewertet Seiten mit gutem Content höher.
Google will damit vermeiden, dass gerade Suchmaschinenoptimierer mit der Suchmaschine ihre Spielchen treiben. Der Fokus liegt hierbei auf dem Benutzer, dessen Erfahrung mit der Goolge Suchmaschine nicht getrübt werden soll.
2 Beispiele: Erstens Seiten, die mit Hunderten von Keywords in Komma-getrennten Listen bestückt sind. Zweitens Keyword-optimierte Links, die in keinem Zusammenhang zum Rest des Textes stehen.
Außerdem bewertet Google irreführende Redirects und doppelten Content.
Viele Webmaster verwechseln Suchmaschinenoptimierung mit Spammen. Googles letzte Meldung spricht hier bei richtigem SEO auch von “white hat” SEO:
“‘White hat’ search engine optimizers often improve the usability of a site, help create great content, or make sites faster, which is good for both users and search engines.”
Google hat 2 Algorithmus-Updates in letzter Zeit durchgeführt: Das Panda-Update am 19. April und das oben beschriebene am 24. April. Wenn Eure Google-Positionen nach dem 19. April gefallen sind, dann solltet Ihr die Qualität Eurer Seiten verbessern.
Wenn der Positionsabsturz nach dem 24. April erfolgt ist, dann solltet Ihr alles Spammige von Euren Seiten entfernen. Wenn Ihr der Meinung seid, dass Eure Seite zu Unrecht herabgestuft wurde, dann könnte Ihr Euch über dieses Forumlar mit Google in Verbindung setzen.
Für die Zukunft gilt: Nutzt ausschließlich white-hat SEO Methoden!
Ich habe ein Anliegen. Der @gerritvanaaken (pragenanz.de) will ein Buch schreiben.
Ein Buch über Webtypografie, heißen soll es Prägnante Webtypografie” und sowohl als eBook als auch in einer gedruckten Kleinserie erscheinen. Aber ich lasse ihn das besser selbst erklären:
Ich finde das Projekt auf jeden Fall äußerst interessant und hoffe wirklich, dass er das Geld noch bis Ende des Monats zusammenbekommt. Und ich bin auch ganz zuversichtlich, dass das Buch wirklich gut werden wird, nach dem, was in seinem Blog so zu lesen ist, würde mich alles andere überraschen.
Also, falls ihr Lust habt, das Projekt zu unterstützen (Ich bitte euch darum!), hier nochmal der Link: